Restaurierung Monika Göhlich

Merowingische Pressblechfibel aus Rommerskirchen

Einiger der Eisen- und Bronzefunde des Fränkischen Reihengräberfeldes von Rommerskirchen wurden für die Ausgrabungsfirma Archaeonet, die große Teile des Gräberfeldes ausgegraben hatte, freigelegt und gereinigt.

In dem über 460 Bestattungen umfassende Friedhof mit einer Belegungszeit von Mitte des 5. Jh. bis ins 7. Jh. waren die Verstorbenen mit Trachtbestandteilen und Beigaben in einfachen Erdgräbern, Särgen und Holzkammern beigesetzt worden. Viele der Gräber waren schon im frühen Mittelalter beraubt worden.

In dem reich ausgestatteten Frauengrab Nr. 25, das ins späte 7. Jh. datiert, fand sich neben weiteren Beigaben eine Preßblechfibel, die nach dem Vorbild einer Münze gearbeitet ist und ein bärtiges Gesicht und die Imitation einer Münzinschrift zeigt1. Sie war mit umgebendem Erdblock geborgen worden und wurde vorsichtig freigelegt und gereinigt. Die Preßblechfibel wurde Fund des Monats Februar 2008 im LVR-Rheinisches Landesmuseums Bonn.

1 M. Aeissen, Zufallsfund mit Folgen. In: Archäologie in Deutschland 04/2008, 51. 

Auftraggeber: Archaeonet GbR

Klicken Sie auf die Bilder um zur Galerie zu gelangen.

Erdblock mit merowingischer Preßblechfibel des späten 7.ahrhunderts vor der Freilegung.
Merowingische Preßblechfibel des späten 7.Jh.
Die Preßblechfibel nach der Freilegung in gereinigtem Zustand. Foto: Z. Görür.
Nach der Freilegung und Reinigung (Foto: Z. Görür)